Anton Prestele

gilt heute in der zeitgenössischen Musik- und Theaterszene als einer der vielseitigsten und eigenwilligsten Komponisten und Interpreten der Gegenwart.

Bekannt geworden ist er mit seiner Wirtshausoper "Heimatlos", die nach der Uraufführung beim "steirischen herbst`85" am Grazer Opernhaus an mehr als 40 Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum nachgespielt wurde (so u.a. an der Staatsoper Stuttgart, am Theater Kiel, Schauspiel Frankfurt, Landestheater Linz und Burgtheater Wien).

Mathias Döpfner schrieb nach der Uraufführung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Extreme Spannungsbögen, reizvoll neue Farben und eine dem Todernst so mancher Avantgarde-Apologeten spottende Vitalität kennzeichnen diese in nicht wenigen Momenten wirklich Neue Musik."

Weitere Musiktheaterproduktionen nach Texten von Herbert Achternbusch, Felix Mitterer, Norbert C. Kaser, Oskar Maria Graf, Karl Valentin u.a. folgten.

2009 wird seine Zirkusoper „Circulus Vitiosus“ nach Texten von Norbert C. Kaser mit großem Erfolg in Bruneck / Südtirol uraufgeführt.


Der Soloperformer

Daneben machte sich Anton Prestele mit eigenwilligen szenisch-musikalischen Soloabenden, so u.a. von Oskar Maria Graf, Heiner Müller, Friedrich Nietzsche, Hans Magnus Enzensberger, Norbert C. Kaser sowie mit seinen "Übermalten Liedern" von Walter von der Vogelweide bis Hans Magnus Enzensberger einen Namen.

Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: "Ein Interpret, der fasziniert, ... Prestele magnetisiert die Worte, ... großartig...


Der Komponist

Als Komponist versucht Prestele jenseits eingefahrenen Techniken der zeitgenössischen Musik eine individuelle Tonsprache zu entwickeln, die seiner Dramatik und Ausdrucksstärke entgegenkommt. In einem Vorbericht zu Presteles Uraufführung "ich aber/ aus dem dreck herr/ schreie ich zu Dir" beim "steirischen herbst´91" urteilte Johannes Frankfurter: "... im gegenwärtigen Betrieb der zeitgenössischen Neuen Musik ist die Stellung des Komponisten Anton Prestele eigenartig weit weg von den vorherrschenden Strömungen und gerade deshalb so virulent."